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Diskussion zum Stasi-Gelände

 

 Anläßlich der Senatsstandortkonferenz zum Stasi-Gelände

 

Position des Bürgerkomitees 
 
http://www.tagesspiegel.de/berlin/geschichte-der-ddr-stasi-vergangenheit-darf-man-nicht-kaschieren/20218322.html

 

s.auch 

 

http://buergerkomitee1501berlin.de/mfs-gelaende/

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Veranstaltungen 2017

Demnächst:

 

1. Oktober 15.30 Uhr  

Stasi contra Berlin-Lichtenberg

Geländeführung

Treffpunkt

Haus 1 Ruschestraße

 

17. Oktober  2017  18.30

Der Traum ist aus. Nikaragua heute.

 

 

 

 

 

Rückschau:

 

19. August 2017  

 

Führung über das Stasi-Gelände

 

13. Juni 2017 18.30 Uhr 

Spur der Steine, DEFA-Film 1966

mit Manfred Krug,  Regie Frank Beyer,

Einführung: Ralf Schenk, DEFA-Stiftung

 

Spur der Steine

 

 

 

24. Mai 2017

Abreißen, Bewahren, Umgestalten?

 

Zur Zukunft  des ehemaligen Stasi-Geländes in Berlin -Lichtenberg

 

 

 

 

25. April 2017 19.00 Uhr  

Prof. Martin Sabrow: Erich Honecker. Das Leben davor
1912-1945. Teil eins einer Biographie

 

 

28. März 2017

„Die braune Saat“  

Antisemitismus, Rassismus und Neonazismus in der DDR

Buchvorstellung von Harry Waibel

 

 

18. Januar  2017

Prof. Johannes Weberling: 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz

 

15. Januar 2017 

Zum Jahrestag des Sturms auf die Stasi-Zentrale in Berlin

 

Die Stasi-Rolle

 

Geländeführung und Reportagen von SPIEGEL-TV auf dem Stasi-Gelände in Berlin Lichtenberg

 

16.12.2016 

Filme von Andrej Wajda

mit Wolfgang Templin

 

 

9. 11.2016

Vortrag

 Berlin: Eine Stadt mit tausend Gesichtern

Historische Stadtspaziergänge auch zur DDR und Stasi- Geschichte  in einer europäischen Metropole

Der Gast: Dr. Martin Jander

  

Oktober 2016

Dr. Helmut Müller-Enbergs: Geheimdienste im Kalten Krieg

1. Oktober 15.30 Uhr  

Stasi contra Berlin-Lichtenberg

Geländeführung

5 € p.P

Treffpunkt

Haus 1 Ruschestraße

 

 

 

17. Oktober  2017  18.30 Uhr

Der Traum ist aus. Nikaragua heute.

 

Nikaragua war lange in Ost und West Ziel linker Utopien. die Bilanz heute ist ernüchternd. Ergebnisse eine Recherche vor Ort.

 

Buchvorstellung mit Hannes Bahmann
zusammen mit dem Chrstoph-Links-Verlag

 
14. November 2017 18.00 Uhr

14. November 2017 18.00 Uhr 

 
Die Haftanstalt in der Magdalenenstraße
oder wie die Stasi nach Lichtenberg kam- vom NKWD zur Stasi

Vor der Stasi war der sowjetische Geheimdienst in Lichtenberg. Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges nutzte die sowjetische Besatzungmacht das Gefängnis an der Magdalenenstraße als zentrales Militärtribunal der SBZ. Auch Hinrichtungen fanden hier statt. Von Lichtenberg durden tausende poltische Häftlinge in die Sowjetunion deportiert.

 

Ab 1950 wurde das Gefängnis als  Untersuchungshaftanstalt zum Grundstein des MfS. Es wurde ergänzend zur Haftanstalt Hohenschönhausen als UHA II genutzt. viele, auch prominente  DDR-Häftlinge saßen hier vorübergehend ein.

 



Vortrag: Peter Erler, Gedenkstätte Hohenschönhausen

 

 



 

 

November

 

Tödliche Fluchten

Die Erschießung von DDR-Bürgern in Bulgarien 

 

Vortrag: Fanna Kolarova, Autorin

 

 


Nach dem Bau der Berliner Mauer wagten viele DDR-Bürger die Flucht über die Tschechoslowakei, Ungarn oder Bulgarien und mussten dies mit ihrem Leben bezahlen. Erstmals konnten dazu auch die bulgarischen Archive ausgewertet werden.

 

 

 

Geländeführungen

nach Vereinbarung

 

Wenn Sie über Veranstaltungen informiert werden wollen:
Bueko_1501_berlin@web.de

 

Die Bürgerkomitees aus den DDR-Bezirken als Akteure in Berlin

 

 

 

Dr. Konrad Taut erläuterte seine Motive, sich gegen das MfS zu engagieren: Natürlich hängt das auch damit zusammen, dass mich das Politische interessiert hat. Letztlich kann man es darauf reduzieren, dass ich im entscheidenden Moment die In­formation bekommen habe, dass in Leipzig etwas passiert. Und ich bin dann hingegangen und hab gesagt: „Jawohl, ich will mit zu dieser Gruppe“. Es war an der Kreisdienststelle Leipzig. Und Herr Hollitzer[1],, der jetzt hier im Publikum sitzt, war schon dort drin. Und ich habe ge­sagt, ja ich will zu der Gruppe von Herrn Hollitzer. Ich gehöre mit dazu. Ich bin dann rein. Und dann hat sich das entwickelt. D. h. im entscheidenden Moment war es so, dass ich sehr wohl interessiert war, aber weder in der Opposition gewesen bin, noch ein ganz besonderen politischen Schwerpunkt gehabt hätte. Ich bin rein, in dem Moment.

 

Christian Booß hakte nach, was ihn an dem Thema Stasi so bewegt, dass sie an diesem Tag da mit reingegangen sind?

 

Dr. Konrad Taut: Mich hat mehr die Friedlichkeit, das Interesse an der Friedlichkeit der Demonstrationen bewegt. Es war ja ganz deutlich, insbesondere wenn wir in Leipzig um die „Runde Ecke“ herum demonstriert sind – wie die Emotionen da hochgekocht sind. Und da habe ich mir gesagt, das ist eine Schaltstelle. Da muss man etwas tun.

 

Christian Booß erläuterte den Tagesablauf. Taut war als Mitglied des Bürgerkomitees Leipzig mit den anderen am Ende der Woche, am 12. und 14. Januar in Berlin bei einem DDR-weiten Treffen der Bürgerkomitees. Das hatte man vorher schon verabredet, in Leipzig unter anderem. Beim Berliner Treffen wurde eine Resolution für den Runden Tisch am nächsten Tage formuliert. Sie seien als Parlamentär mit anderen an den Runden Tisch geschickt worden, um die Forderungen der Bürgerkomitees dort einzubringen. Ein anderer Teil ihrer Gruppe nutzte dann am 15. Januar die Zeit und zog Richtung Normannenstraße zum Ministerium für Staatssicherheit. Es gibt unterschiedliche Auskünfte darüber, wann die zweite Gruppe dort angekommen ist. Manche meinen, gleich morgens früh. Wir haben gerade gehört, erst gegen 14 Uhr.

 

Booß bat um einer Erläuterung, warum sie sich damals eigentlich in Berlin getroffen hätten, wozu diente dieses Treffen in Berlin, die Resolution? Was erboste, welche Erwartungen gab es an den Runden Tisch und was wollten an diesem Tag die DDR-Komitees? Sie hatten ja zu Hause eigentlich genug zu tun. Was wollten sie überhaupt in der Normannenstraße?

 

Dr. Konrad Taut: Das Wichtige war, und da muss man sich wirklich die Strukturen klarmachen, wir hatten in den Bezirken funktionierende Sicherheitspartnerschaften, die eindeutig bewirkt haben, dass die Bürgerkomitees in Zusammenarbeit mit der Polizei die Arbeit der Staatssicherheit in den Bezirken lahm gelegt haben. In Berlin war das nicht so. Das haben wir zuerst nicht bewusst wahrgenommen, aber wir haben bewusst wahrgenommen, dass wir uns vernetzen müssen. Wir haben uns zunächst in Leipzig getroffen. Dann mit einem gewissen Zwischenspiel, wo auch einzelne Personen in Leipzig ihren eigenen Anteil hatten, ist ein Treffen nach Berlin verlegt worden, wegen Stasi-Verdachtes gegenüber Akteuren. Und dort haben wir uns getroffen. Und das ist jetzt interessant. Vielleicht lohnt es sich auch da ins Detail zu gehen. Wir haben uns in Berlin getroffen, nach meiner Erinnerung, zunächst einmal mit dem Schwerpunkt, weiterhin die Koordinierung zu machen. Und dann haben wir an diesem 12. erst bewusst wahrgenommen, dass eine Sicherheitspartnerschaft und ein konti­nuierlich arbeitendes Bürgerkomitee in Berlin nicht existieren. Das war für uns erschreckend. Das hat sich dann fortgesetzt, dass wir dann immer die Informa­tion bekamen: Es gibt  schon Bürgerkomitees, aber die wirkliche Klärung der Sicherheitspartnerschaft  hat nicht stattgefunden.

 

Christian Booß bat um die Erläuterung des Begriffes Sicherheitspartnerschaft als Modell.

 

Dr. Konrad Taut: Sicherheitspartnerschaft bedeutete, dass die Gebäude durch aktive Bürger gesichert wur­den, die die Polizei beauftragt haben, diese Gebäude – ja sozusagen – körperlich zu bewachen. Und diese Sicherheitspartnerschaft hat auch bedeutet, dass wir dadurch als  aktive Bürger - ohne organisatorischen Hintergrund – die Möglichkeit hatten, zu sagen. Liebe Polizei, legitimiert euch, indem ihr die Aufgaben, die euch die Straße gestellt hat, erfüllt, nämlich die Staatssicherheit daran zu hindern, weiter zu arbeiten. Und das hat sie zu meinem Erstaunen, und wo ich auch zeitweise sehr skeptisch war, ge­macht.

 

Christian Booß ergänzte, die Militärstaatsanwaltschaft[2] war damals zur Versiegelung der Räume teilweise einbezogen. Sie sind ja dann am 15. Januar mit einer Resolution an den Runden Tisch gegangen. Mit welchen Intentionen wollten sie den Runden Tisch um Hilfe bitten, wollten sie ihn unter Druck setzen, vielleicht, weil er Ihnen zu lahm war, oder?

 

Dr. Konrad Taut: Also, das Entscheidende war diese parallele Entwicklung. Klar war für uns, dass an diesem Abend, das Entscheidende passieren muss, dass die Staatssicherheit in ihrem Handlungsbereich gelähmt wird.

 

Christian Booß fragte, ob sie überzeugt waren, dass das gleich klappt? Also, sie kommen nach Berlin und beschließen das, am Abend findet das statt, und Sie waren sicher das klappt?

 

Dr. Konrad Taut meinte sie waren nicht so überzeugt, aber sie hätten aus den Bezirken die funktionierenden Modelle, wochenlang funktionierende Modelle gehabt. Das war ja das Erschreckende für uns, was wir an diesem Koordinierungstreffen am 12. Januar begriffen hatten. Wir haben in den Bezirken die funktionierenden Modelle und in Berlin passiert nichts.

 

Christian Booß stellte einen weiteren Zeitzeugen und Akteur von damals vor: Herrn Martin Montag. Der Name Montag ist in Suhl ein bekannter Name. Er ist nämlich dort Vorsitzender des Bürgerkomitees. Martin Montag hat gute Chancen in die Berliner Analen einzugehen. Es ist ja sehr viel darüber gerätselt worden, wie das große Tor hier an der Ruschestraße aufgegangen ist. Heute wird dieses Rätsel, was eigentlich schon in dem Buch von Dr. Walter Süß gelüftet worden ist, aber irgendwie nicht so richtig von der Öffentlichkeit rezipiert worden ist, noch einmal definitiv gelüftet. Herr Montag machte das möglich. Das sagt sich nun so einfach. Wie kann ein Pfarrer einfach dafür sorgen, dass das Tor eines Geheimdienstes aufgeht? Es wird ja sehr viel darüber spekuliert, dass die Besetzung von der Stasi selbst inszeniert worden sei.

 

Martin Montag schilderte wie er schon 1 ½ Monate vorher in Suhl mit der Stasiauflösung zu tun hatte. Von daher sei aus Sicht der Bürgerkomitees außerhalb von Berlin dieser 15. Januar auch eigentlich nur eine Marginalie oder um es noch einmal deutlicher zu sagen, wie bei einer Blinddarmoperation, nur der Wurmfortsatz. Weil das entscheidende Datum nicht der 15. Januar ist, sondern der 4. Dezember.

 

Christian Booß bat um eine Schilderung der Ereignisse am 15.Januar, so Montag mit Konrad Traut am Zentralen Runden Tisch war und ihn unterstützte. Die Bürgerkomitees haben vorinformiert, was sie vorhaben, um dann auf das Gelände zu gehen. Die Frage ist, was sollte denn die andere Gruppe der Bürgerkomitees, die nicht mit Ihnen am Runden Tisch war, tun?

 

Martin Montag erinnerte noch mal an das schon erwähnte zweite Koordinierungstreffen der Bürgerkomitees am 12. Januar. Das erste war also am 4., nicht am 5./6. in Leipzig, sondern am 4. Januar in Leipzig. Dieses zweite Koordinierungstreffen hatte für uns die Bedeutung, zunächst einmal einen Gleichstand herzustellen unter uns. Und dann auch Forderungen wieder mit zurückzunehmen in die Bezirke. Aber dadurch, dass wir gemerkt haben, dass hier in Berlin eben nichts passiert war, haben wir als Abschluss dieses Treffens gesagt, und jetzt muss auch die Normannenstraße besetzt werden. Und deshalb treffen wir uns am 14. abends, machen noch einmal einen Gleichstand, d. h. also wir versuchen dann eine Strukturierung der Organisation für den 15. herzustellen. Und das war also Folgendes: Wir haben uns dreigeteilt. Eine Gruppe – zu der ich und auch Herr Traut gehörte – ging an den Runden Tisch, um dort, das was wir wollten und was wir auch vollziehen wollten, zu veröffentlichen vor dem Fernsehen. Die zweite Gruppe sollte sich um die Sicherheitspartnerschaft mit der Polizei kümmern. Und die dritte Gruppe – es muss ja auch eine Legitimierung da sein- um die Militärstaatsanwaltschaft, denn die muss zwangsläufig anwesend sein, wenn die Bürgerkomitees dieses Objekt betreten. Wir waren um 9 Uhr am Zentralen Runden Tisch, haben – also, weil ich persönlich den einen der Moderatoren, den Dr. Ducke[3], kannte – zunächst einmal versucht, ein reguläres Rederecht zu bekommen. Das ist uns verweigert worden an dem Tag. Und daraufhin ist es uns dann gelungen, einen Platz von einer Gruppierung, die dort am Runden Tisch vertreten war, zu übernehmen. Und dann haben wir das veröffentlicht. Und ungefähr zeitgleich, also nicht erst um die Mittagszeit, sondern schon am Vormittag sind die beiden anderen Gruppen, eben wie gesagt mit Polizei und Militärstaatsanwaltschaft, in das Gelände gegangen. D. h., definitiv, die Normannenstraße war besetzt.

 

Christian Booß stellte eine bewusst naive Nachfrage. Ob er das richtig verstanden? Die Revolutionäre haben bei der Polizei angerufen und haben sich angekündigt und haben gesagt: Wir wollen heute das Ministerium für Staatssicherheit besetzen und unter Kontrolle nehmen und dann auch noch um Hilfe gebeten?

 

Martin Montag bestätigte, so lapidar es klinge, aber das war damals für sie ja faktisch schon– Konrad Traut hat es ja gesagt, 1 ½ Monate lang Routine, in der sie gelebt hätten. Das musste sich bei uns einspielen. Aber er denke, sowohl die Berliner Polizei als auch die Militärstaatsanwaltschaft haben sehr schnell begriffen. Die wussten im Grunde auch um diese Vorgänge in den Bezirken und haben gesagt, o. k., dann machen wir das jetzt.

 

Christian Booß meinte aus West-Berliner Perspektive habe er ein paar  Schwierigkeiten, sich das alles vorzustellen. Ein Teil der Bürgerkomitees war schon drinnen im Stasi-Komplex, hatte sich das Objekt sozusagen übergeben lassen, als die übrigen ankamen. Die MfS-Offiziere haben also keinen großen Widerstand geleistet. Und wie ging es dann weiter?

 

Martin Montag schilderte die Situation, als sie am frühen Nachmittag vom Zentralen Runden Tisch seien. Hatten noch einmal eine Konferenz, und zwar in der – ich weiß nicht wie das heißt – Pforte, also direkt neben dem Tor der Ruschestraße. Und haben dann dort geklärt, wie jetzt das weitere Vorgehen sei. Also, zu dem Zeitpunkt, als wir vom Zentralen Runden Tisch zurückkamen, waren bereits alle Stasi-Mitarbeiter nach Hause geschickt worden. Das MfS-Objekt war sozusa­gen leer, bis auf einen Restbestand. Engelhardt z. B. Und nachts haben wir dann noch zwei in der Abwehr entdeckt, aber sonst war es im Grunde genommen leer. Und dann ist ge­klärt worden, wer von uns jetzt an welcher Stelle zu agieren hat. Und da war ich mit Konrad Traut hinter dem Tor der Ruschestraße.[4]Andere waren hinter dem Tor der Normannenstraße. Die hatten natürlich wesentlich schlechtere Karten, weil dieses Tor keine akus­tischen Möglichkeiten nach außen hatte. Und wir haben im Vorfeld schon mit der Polizei geklärt, dass hinter das Tor der Ruschestraße ein Übertragungswagen gefahren wird, dass wir auch akustisch eine Möglichkeit haben, mit den zu erwartenden Demonstran­ten draußen Kontakt aufzunehmen.

 

Christian Booß fragte, wie sich das dann genau abspielte? Hätten Sie das Tor aufgemacht oder wie lief das?

 

Martin Montag präzisierte die Schilderung der Abläufe wie das Tor aufging: Also, es war so, dass gegen 17 Uhr die Demonstranten eintrafen, und zwar rund um dieses Objekt. Nicht nur vor den Toren, sondern auch auf den Straßen davor. Es war leider Gottes nicht möglich, auch nach mehrfachen Versuchen, Kontakt aufzunehmen. Die Übertragungstechnik war einfach zu schwach. Was will man gegen eine vieltausendköpfige Gruppierung draußen unternehmen mit einer Flüstertüte? Das ist fast aussichtslos. Wir sind dann also nacheinander noch einmal auch auf das Tor gegangen und haben versucht, Kontakt direkt mit den Leuten davor aufzunehmen. Aber mehr als Beschimpfungen, als Stasi-Schweine, ist im Grunde genommen nicht zurückgekommen.

 

Dr. Konrad Taut: Vielleicht darf ich hier ergänzen – ganz wichtig – da kommen nämlich die Steine, die in der Ankündigung eine Rolle gespielt haben, noch einmal zur Geltung. Die Steine sind geworfen worden und sind gegen dieses Blechtor geworfen worden. Es war also nicht bloß das Schreien, sondern es war auch noch, dass diese Steine, wenn diese gegen Blech schlugen, richtig Krach gemacht haben. 

 

Martin Montag: Es haben aber nicht alle, es haben einige wenige geworfen. Tatsächlich gab es auch Maurer. Ich habe von oben nachher noch gesehen, dass definitiv ein halber Meter ungefähr gemauert worden war.

 

Christian Booß meinte 60 cm Mauerhöhe, das sei mit dieser Diskussion nun verbürgt. Ein Zurufer rief: 80 cm.

 

Martin Montag: Aber, das Eigentliche war im Grunde genommen für mich, was passiert jetzt mit den Leuten, die direkt draußen vor dem Tor stehen. D. h. also, in unsere Verantwortung war es letztendlich auch gelegt, dass es nicht zu irgendwelchen Verletzungen kommt. Und der Druck von hinten war derartig stark, dass wir dann nach den vielen Versuchen, die wir unter­nommen haben, gesagt haben, an dieser Stelle müssen wir eigentlich resignieren. Konrad Traut sagt, es kam zudem dazu, dass also auch von draußen Leute das Tor überklettert haben, nachdem wir die Polizei gebeten haben, sich zurückzuziehen. Da sind wir uns auch noch nicht ganz einig, weil es eben auch sehr turbulent war in dem Moment, das muss man schon sagen.

 

Dr. Konrad Taut: Vielleicht darf ich noch ergänzen. Ich habe dies jedenfalls auch so intensiv erlebt, dass ich denke, ich stelle es mir noch plastisch richtig vor. Stellen sie sich vor, das ist die Stahlwand: Hier kommen die Demonstranten. Etwa so in der Höhe. Einer ist hier hochgeklettert. Und jetzt fliegen die Steine herüber. Hier standen auf der anderen Seite die Polizisten. Die sind den Steinen ausgewichen. Vielleicht 3 Meter. Und jetzt sind die Polder, die Halterungen auf der Rückseite, quasi nicht mehr bewacht gewesen. Und dann, und das passt mit der Beobachtung von Ihnen zusammen Herr Montag, dass dann hier so viele Demonstranten standen, dass sie sich gegenseitig auf dieses Stahltor helfen konnten. Da hat einer rübergeguckt. Hat auch gesehen, dass diese Halterungen nicht mehr bewacht wa­ren. Das muss man sich ungefähr ½ Meter breite Stahlhalterungen vorstellen, die einen Win­kel bilden, damit dieses Tor zugehalten wird. Da ist der rüber ge­sprungen und hat, weil die Polizisten dann auch weit genug weg waren, einen dieser drei Prügel hochgezogen und dann ist es eingedrückt worden. So bleibt die entscheidende Frage für mich nach wie vor: Ja, wer war es nun?

 

Martin Montag: Jeden einzelnen Demonstranten, den kennen wir natürlich nicht persönlich. Wir konnten ihn in dieser Turbulenz auch nicht mehr befragen. Man muss im Vorfeld noch sagen, wir hatten zu dem Zeitpunkt der Polizei schon die Anweisung gegeben: Fahrt den Wagen zurück, es macht keinen Sinn. Es wird jetzt das Tor geöffnet.[5]

 

Martin Montag schilderte den Ablauf, nachdem das erste Tor geöffnet war.  Die Demonstranten sind dann praktisch dort eingedrungen. Und dann haben die anderen, die – das ist ja nur um die Ecke herum – die an der Normannenstraße am Tor gestanden haben, gesehen, jetzt kommen also hunderte Demonstranten rein, und haben praktisch das Tor in der Normannenstraße ebenfalls geöffnet. Also, meine Erinnerung in dieser Turbulenz war eigentlich immer so. Da wir sowieso keinen Schlüssel hatten und auch keine Möglichkeiten, dass wir im Grunde an die­ser Stelle der Polizei die Anweisung gegeben haben, Schluss aus, aufmachen, fertig. Und ich kann das auch insofern bestätigen, als die Polizei zu uns fragend geguckt hat, und wir natürlich hätten sagen können, gut, geht vor, nehmt ihn dort weg, dann wäre das zugeblieben. Aber dann hätten sie die ersten zwanzig draußen erdrückt. Ganz klar. Und das war meine Angst.

 

Christian Booß fragte warum denn das Tor zu bleiben sollte?

 

Martin Montag meinte: Wegen Vandalismus. Kurz und knapp. Das, was dann tatsächlich passiert ist durch die am Ku’damm flanierenden betrunkenen Berliner. Was tatsächlich passiert ist, das wollten wir verhindern. Wir wollten also das erreichen, was wir bereits in den Bezirken umgesetzt hatten.

 

Christian Booß hakte auf Grund einer Information nach die er in der erwähnten Veranstaltung vor zwei Tagen zuvor von Heinz Engelhardt bekommen hätte. Diesen hätte er gefragt, ob er denn von oben, von der Regierung, irgendwelche Weisungen bekommen hat, also vom Regierungschef Hans Modrow. Engelhardt hat das verneint. Auf die Frage, ob er in irgendeiner Weise für den Nachmittag des 15. noch versucht hat, Einfluss auf die Volkspolizei zu nehmen oder gar noch eigene Leute da gehabt hätte von den eigenen Wachmannschaften, habe er beides verneint. Er sagte, die Volkspolizei hätte dann alleine agiert mit den Bürgerrechtsbewegungen. Und mir scheint das, nach dem, was wir heute sehr plastisch gehört haben, durchaus plausibel.

 

Reinhardt Schult bemerkte zu Engelhardt: Also Engelhardt hat vor zwei Tagen gesagt, die Volkspolizei hat die Tore aufgemacht, sowohl in der Ruschestraße wie auch in der Normannenstraße. Also, das war seine Beobachtung aus seinem Zimmer raus, das lässt sich wahrscheinlich endgültig nicht ganz aufklären. Meine Beobachtung in der Normannenstraße war die, dass das Tor von innen aufging. Nicht von außen. In der Normannenstraße. In der Ruschestraße war ich zu dem Zeitpunkt nicht da. Also, rein technisch ging es nur von innen. Es ist nicht von außen durchgedrückt worden. Das kann man, glaube ich, definitiv ausschließen.

 

Christian Booß leitete das Thema auf eine andere Frage: Wir haben ja von diesen unterschiedlichen Ebenen und Akteuren gehört: dem Runden Tisch, dem Neuen Forum als Demonstrationsaufrufer und den Bürgerkomitees. Waren das eigentlich drei Gruppierungen oder drei Strömungen, die an diesem Tag wirklich in eine Richtung agiert haben? Haben sie sich gegenseitig unterstützt, und auch unterstützt gefühlt? Oder waren es vielleicht auch gegenläufige Strategien? Dass der Runde Tisch es eigentlich viel zivilisierter haben wollte als die Bürgerkomitees?

 

Reinhardt Schult entgegnete, die Bürgerkomitees und das Neue Forum waren an vielen Stellen personell zwar identisch, aber trotzdem gab es diese alte Berlin-Provinz-diskrepanz schon relativ frühzeitig, dass die Provinz immer ein bisschen ,ja, auf Berlin guckte. Na ja, schneller war. Manchmal auch provinzieller war. Aber dass es relativ wenig Kommunikation gab und die Bürgerkomitees relativ schnell versuchten, das Monopol zum Thema Staatssicher­heit an sich zu reißen.

 

Speziell für diesen Tag, den 15. Januar, wo unsere Demonstration angekündigt und breit öffentlich war,  ja auch den Bürgerkomitees bekannt war, gab es keine Absprachen. Wir waren also nicht informiert. Wir saßen ja, jedenfalls die Hauptorganisatoren, am Zentralen Runden Tisch. Wir hatten ja noch den Antrag gestellt gehabt, dass der Zentrale Runde Tisch seine Sitzung abbrechen möchte, um gemeinsam zur Demonstration zu gehen. Das ist dann von der Mehrheit an diesem Zentralen Runden Tisch, auch den Oppositionellen, abgelehnt worden. Die kamen ja dann, als die Tore offen waren, zusammen mit Modrow und anderen, als die rettenden Engel angeflogen, nachdem ein großer Teil der Leute schon wieder draußen war, oder schon wieder relativ friedlich war. Denn der Vandalismus und die Zerstörungen waren relativ, am Anfang der Demonstration anscheinend von einigen Wenigen mit ziemlicher Präzision veranstaltet worden. Es gab ja nicht einen einzigen Verletzten bei diesen Aktionen, wo Scheiben zerschlagen worden sind und Mobiliar zerkloppt worden ist. Und der Rest, der hinterher hineindrückte, war ja, sagen wir mal so, wie Leute, die zum ersten Mal in den Tierpark gehen und staunen, dass sie überhaupt da drin sind – relativ ruhig, relativ diszipliniert. Von da aus ist die Sa­che mit dem Vandalismus, wer den wirklich inszeniert und gemacht hat, bis heute für mich eine nicht geklärte Frage ist. Es gab natürlich Interessen. Die „Aktuelle Kamera“[6] hat das sofort ausgeschlachtet unter dem Motto, die Revolution fängt jetzt an, in eine Gewaltorgie überzu­gehen. Das griff auch bis in die Gruppen der Opposition hinein. Am Tag danach war nämlich hier noch einmal eine Tagung der AG Sicherheit, wo dann tatsächlich jemand von „Demokratie jetzt“[7] meinen Ausschluss forderte, aus eben dieser Arbeitsgruppe – weil das „Neue Fo­rum“ den gewaltfreien Konsens verlassen hätte.

 

Christian Booß fragte noch einmal ganz konkret nach. Als die Bürgerkomitees aus der Provinz, aus der DDR, an den Runden Tisch gekommen sind, haben sie sich da gefreut, nach dem Motto, endlich kriegen wir Unterstützung, jetzt kommt hier ein bisschen mehr Tempo, ein bisschen mehr Druck rein? Oder war es eher umgekehrt, dass sie den Eindruck hatten, die stehlen uns ein bisschen die Show mit unserer Demo und bringen uns hier die Tagesordnung durcheinander?

 

Dr. Konrad Taut entgegnete, das sei ein Widerspruch, der so nicht existierte. Wir haben  selbstverständlich alle existierenden Möglichkeiten und Podien genutzt, um unser Ziel, die Staatssicherheit friedlich unter die  Kontrolle der Bürger – ich will nicht wieder das Stichwort Sicherheitspartnerschaft hier einführen – zu bringen. Das hieß, jawohl, wir haben vor allen Dingen am Runden Tisch informiert, was unser Anliegen war. Michael Beleites[8] hat am 14. abends bereits  sehr engagiert telefoniert,  dass er einen Ansprechpartner bekommt, damit die Sicherheits­partnerschaft, wie das Neue Forum sie schon für die Demonstration verabredet hatte, sich erweitert, dass sie kontinuierlich wird.  Auf dieser Demonstration, die auch von uns mit Erschrecken wahrgenommen wurde als eine Demonstration, wo Demonstranten Steine in der Hand hatten, sollten breitestmögliche Absprachen passieren. Ich kann nur sagen, wenn wir in Leipzig wahrgenommen haben, dass die Sicherheitspart­nerschaft in Berlin, ja, auf schmaler Basis gelaufen ist, haben wir doch nicht gegen das Neue Forum gearbeitet, sondern keine Differenz wahrgenommen in den politischen Inte­ressen. Sondern wir haben gesagt: Selbstverständlich müssen wir hier zusammen sehen, dass diese Sicherheitspartnerschaft stattfindet und diese Demonstration friedlich von statten geht und darin einmündet, dass die Staatssicherheit in Berlin nicht mehr unbeaufsichtigt arbeiten kann.

 

Dr. Reinhardt Schult sag es etwas anders: Da war ein kleiner Widerspruch. Ich weiß nicht mit wem Beleites gespro­chen hat, wir hatten als Organisatoren der Demo keine Informationen, dass die Bürgerko­mitees schon drinnen waren. Also, an dem Tag gab es keine Kommunikation. Sonst hätte auch noch anders agiert werden können. Wir waren draußen, waren nach wie vor voll darauf eingestellt, dass wir von draußen unsere Kundgebung machen. Wir hatten den Lautsprecherwagen in der Normannenstraße zu stehen. Bärbel Bohley[9]hat geredet, Ingrid Koeppe hat geredet, usw. usf. Wir wussten nicht, dass Leute schon drinnen waren.

 

Martin Montag ergänzte zum Runden Tisch: Also, ich habe schon gesagt, diese Blockade der Moderatoren, uns ein offizielles Rederecht zukommen zu lassen; das hat uns wirklich sauer gemacht an dem Tage. Weil wir seit 9 Uhr am Runden Tisch waren, weil wir nämlich am Runden Tisch eine Berichterstattung über die Arbeit und über die Auflösung der Staatssicherheit von offizieller Seite entgegengenommen haben. Das heisst nicht wir, sondern wir waren Zuhörer. Aber alle Teilnehmer am Runden Tisch haben diesen Bericht entgegengenommen. Schön immer mit dem Kopf nicken. Wir, die wir am Rande standen, haben gesagt, sind die denn hier zu hundert Prozent in Berlin blauäu­gig? Was lassen die sich hier für Lügen auftischen? Wie lassen sich die hier die Taschen vollhauen? Das war für uns noch einmal eine Bestätigung, dass die Entscheidung, die wir am 12. getroffen haben und eben am 14. versucht haben, organisatorisch durchzustrukturieren, dass das richtig war, dass wir gesagt haben: Schluss. Aus jetzt! Am 15. wird besetzt, und zwar nicht nach dem Gutdünken der Berliner, sondern nach dem, wie wir unsere Erfah­rungen gemacht haben.

 

Christian Booß wollte eine relativ deutliche Skepsis der beiden Vertreter der Bürgerkomitees gegenüber dieser Demonstration herausgehört haben. Dennoch habe er zum Abschluss dieser Runde eine Frage. Wenn es diese Demonstration nicht gegeben hätte oder es weniger Leute gewesen wären, die sich nach 17/18 Uhr wieder getrollt hätten. Was hätten sie eigentlich mit diesem großen Objekt, was hätten sie eigentlich damit gemacht? Sie kamen ja alle aus den Bezirksstädten. Sie hatten da viel zu tun. Sie mussten eigentlich alle wieder zurück. Wie hätten sie das Ding eigentlich weiterhin unter Kontrolle halten wollen oder wäre nicht möglicherweise dann am 16. genau das passiert, was ja schon einmal in Berlin im Dezember passiert ist? Die Komitees gehen wieder weg und die „Alten Leute“ machen weiter wie bisher?

 

Martin Montag hielt entgegen: Am 15. Januar waren wir da, am 16. standen bereits am Vormittag wieder Leute auf der Matte. Und das war nicht nur am 16. so, sondern am 17., 18. Januar und in den folgenden Wochen. D. h. also, das, was wir als Bürgerkomitees der Bezirke angefangen haben, das haben wir auch weiter durchgezogen. Das war nicht nur eine hohle Versprechung, sondern wir haben es auch gemacht. Egal, ob nun ein eigenes Bürgerkomitee Berlin entstanden wäre oder nicht. Wir haben ja dann im Innenhof probiert mit dem Ü-Wagen noch Leute um uns herum zu sammeln und zu sagen, also wir brauchen Leute für die Bürgerwache, wir brauchen Leute, die im Bürgerkomitee arbeiten, usw., usw.: Und die sind ja zum Teil nachher auch ab dem 16. gekommen, aber die Entscheidung war nicht nur eine Entscheidung für den 15. sondern die Entscheidung, die haben wir durchgezogen. Und man darf nicht vergessen, dass die Sicherheitspartnerschaft bedeutete, dass die Bewachung der Eingänge der Polizei überlassen war und nur gelegentlich dort Bürgerkomiteemitarbeiter kontrolliert haben. Das hat funktioniert und das war auch löchrig, trotzdem hat es zum großen Teil funktioniert, so dass es nicht die Vorstellung braucht, dass jetzt an jeder Tür jemand vom Bürgerkomitee sitzt, das war auch in den Bezirken nicht so, diese Erfahrung hatten wir und deshalb haben wir uns zugetraut, dass wir durchaus organisatorisch die Möglichkeit schaffen, hier die Staatssicherheit auch mit wenigen Leuten handlungsunfähig zu machen.

 



[1] Tobias Hollitzer gehörte zu den Besetzern der Bezirksverwaltung Leipzig des MfS und zum dortigen Bürgerkomitee. Heute im vertretungsberechtigten Vorstand der Gedenkstätte Museum in der Runden Ecke.

 

[2] Die Militärstaatsanwaltschaft wurde am 17. November 1956 im Einvernehmen zwischen dem Minister für Nationale Verteidigung und dem Minister für Staatssicherheit errichtet. Sie war für alle Einrichtungen des Ministeriums für Nationale Verteidigung und des Ministeriums für Staatssicherheit zuständig und galt von daher als dem MfS eng verbunden.

[3] Karl-Heinz-Ducke moderierte als Vertreter der katholischen Berliner Bischofskonferenz und Kirchenvertreter den Zentralen Runden Tisch der DDR.

 

[4] Die Ruschestraße war das Haupttor zum Ministerium in Lichtenberg. Durch dieses drangen am 15. Januar 1990 die ersten Demonstranten ein.

[5] Das Stahltor Ruschestr. war mit einem Sicherheitsschloss verschlossen. Eine zusätzliche Sicherung gegen ein mögliches Aufdrücken des Tores war ein Stahlbügel, allerdings auf der Innenseite nur arretiert, nicht mit einem eigenen Sicherheitsschloss gesichert.

[6] Die aktuelle Kamera war die von 1952 bis 1990 im Fernsehen ausgestrahlte Nachrichtensendung der DDR.

[7] Demokratie Jetzt war eine am 12.September 1989 gegründete Bürgerbewegung.

 

[8] Michael Beleites war 1989 Mitglied des Bürgerkomitees zur MfS-Auflösung in Gera, 1990 Berater des Neuen Forums beim Zentralen Runden Tisch; später Landesbeauftragter für die Stasiunterlagen in Sachsen.

[9] Bärbel Bohley war 1989 maßgebliche Initiatorin der Bürgerrechtsbewegung Neues Forum.

Bildergalerie Wachstum und Ende eines Moloch